Rucksack Collage

Als Frau auf der Suche nach einem speziellen Fahrrad-Rucksack zu sein kann zu einem komplizierten Unterfangen werden.

Denn leider gibt es nicht so viele Hersteller, die einen Unterschied machen zwischen der Statur eines Mannes und der einer Frau. Darüber hinaus ist es im Rucksack-Dschungel teilweise schwer herauszufiltern, wie gut sich die Rucksäcke denn nun wirklich eignen zum Radfahren.

Wir haben uns dieser Sache angenommen und für dich ein paar richtige Rucksack-Schmuckstücke herausgesucht und getestet. Auf den nächsten Seiten findest du nach Volumen geordnet verschiedenste Rucksäcke, teilweise speziell für Frauen, die du nicht nur zum Radfahren nutzen kannst. Viel Spaß beim Stöbern!

Camelbak Magic 01

Erster Eindruck

Der Camelbak Magic macht von vorneherein einen guten Eindruck. Er überzeugt durch ein schlichtes Äußeres mit hübschen Details wie zum Beispiel die farbigen Reißverschlusszipper.

Einstellen

Der speziell für Frauen entwickelte Rucksack lässt sich in Kürze an den Schultern, der Brust und der Hüfte anpassen. Er ist mit einem Rücken-, Brust- und Hüftgurt ausgestattet.Durch seine schmale Geometrie passt der Camelbak Magic wie angegossen.

Packen

Der Camelbak Magic verfügt über drei Hauptfächer um seine Kleinigkeiten  zu verstauen. Das Packvolumen beträgt 4 l. Neben einer speziellen Helmhalterung an der Außenseite verfügt der Rucksack über einige kleine Fächer, in denen man sein Multitool, eine Luftpumpe, Smartphone, Geldbörse, Schlüssel, Riegel oder auch mal einen Bikini verstauen kann. Desweiteren verfügt der Rucksack über eine 2 l Trinkblase, dem sog. Antidote Reservoir. Die Trinkblase lässt sich rückstandsfrei reinigen und sehr robust. Ein Chaos kann im Camelbak Magic nicht entstehen.

Radfahren

Während der Fahrt spürt man kaum, dass man einen Rucksack auf dem Rücken trägt. Bei gefüllter Trinkblase hat man etwas Gewicht dabei, was aber selbst auf dem Rennrad nicht stört. Der Trinkschlauch lässt sich mittels eines Magneten am Schulterriemen befestigen und hängt beim Radfahren nicht im Weg herum. Sehr praktisch!

 Alltag

Wegen des geringem Packvolumens empfielt sich der Camelbak Magic für den Alltag eher weniger. Er sieht zwar schick aus, man bekommt aber nicht viel unter. Für eine sommerliche Mountainbike-Tour mit wenig Gepäck oder für eine Rennradtour eignet sich der Camelbak Magic hervorragend. Er überzeugt durch sein geringes Gewicht und die körpernahe Form. Die schlichte Optik macht den Rucksack kompatibel zu allen möglichen Kleidungsfarben.

Deuter Compact Exp 10 SL01

Erster Eindruck

Die fröhliche Farbkombination des Deuter Compact Exp 10l mit Lila, Türkis und Weiß macht bereits beim Anschauen gute Laune. Das Material fühlt sich griffig an, die Verarbeitung ist - typisch Deuter - hochwertig und einwandfrei. Ein Raincover-Schild zeigt an, dass man mit diesem Begleiter keine Angst davor haben muss, dass die transportierten Sachen nass werden könnten. Die gelbe Blume am Rucksack, die die Slim Line (SL) von Deuter auszeichnet, ist auch hier vorhanden.

Einstellen

Man kann den Rucksack neben den gewöhnlichen Einstellungsmöglichkeiten mittels Schultergurt noch mithilfe des Hüft- und Brustgurts einstellen. Der Hüftgurt hat ein spezielles Kompressionssystem, weshalb sich der Rucksack dann auch wunderbar an die eigene Silhouette schmiegt und sicher und fest sitzt. Bei einer Größe von 170 passt der Rucksack super, aber gerade auch für kleinere Mädels ist er aufgrund seiner SL-Eigenschaften perfekt geeignet, da er nicht übersteht, wie es bei Rucksäcken mit längeren Rückenteilen der Fall ist.

Packen

Klein, aber oho! Obwohl nur 10 Liter angegeben sind, hatten wir den Eindruck: Da geht mehr rein! Aber mal ganz von vorne: Da haben wir  ein weit aufklappbares Front-Fach mit fünf Verstaumöglichkeiten für Kleinzeug wie Handy, Schlüssel, Pumpe, Schlauch oder Werkzeug. Das Hauptfach biete ein RV-Netzfach, eine Nasswäschefach und erstaunlich viel Platz. Nach einem Tag im Büro noch kurz beim Supermarkt vorbei?  Kein Problem, dann wird der Rucksack einfach kurz erweitert auf 14 Liter. Das freut das praktisch denkende Radlerherz! Die zwei elastischen Seitentaschen sind dafür leider etwas spärlich ausgefallen, eine 0,5 Liter Flasche wird da schon knapp. Auf beiden Seiten der Hüftgurte gibt es je ein RV-Fach für Kleinigkeiten wie Labello, Schlüssel oder Bonbons. Handy oder Portemonnaie finden dort keinen Platz. Hinten am Rücken gibt es noch die Möglichkeit eine Wasserblase zu transportieren bzw. Dokumente oder andere Utensilien. Wer seinen Helm gerade nicht benötigt, wird sich über die integrierte Helmhalterung freuen, die sich in einem Fach untem am Rucksack befindet.

Radfahren

Der leichte Deuter hält sich während der Fahrt unaufdringlich im Hintergrund und verteilt das Gewicht hervorragend. Bei Umschnallen des richtig eingestellten Hüftgurts sitzt der Rucksack bombenfest, was nicht nur für die Stadt, sondern auch auf dem Mountainbike von Vorteil ist. Wer den Hüftgurt nicht zur Unterstützung nehmen will, kann diesen einfach je rechts und links nach hinten wegklappen, ohne dass man ihn beim Tragen merkt. Ebenfalls interessant für Mountainbikerinnen sind die Kompressionsriemen, an die man bspw. auch Protektoren befestigen kann. Ausgestattet ist auch dieser Deuter mit dem altbewährten Deuter Airstripes-System, welches Hitzestau am Rücken vermeidet - es sei denn man ist zu dick angezogen. Die 3M-Reflektoren, sie am Rucksack angebracht sind, machen einen Übersehen im Straßenverkehr eigentlich unmöglich.

Alltag

Der Deuter Compact Exp 10l macht schlicht und ergreifend Spaß. Ob man ihn nur für zwischendurch zum Transportieren der nötigsten Sachen hernimmt, ins Büro mit Thermoskanne und Lunchpaket,  zum kleinen Supermarkt-Einkauf oder mit ihm den ganzen Tag unterwegs ist: Dank der Möglichkeit ihn zu erweitern macht dieser Rucksack ziemlich viel mit. Selbst für den Gang zum Fitnessstudio ist dieser Deuter keinesfalls zu klein. Das weit zu öffnende Frontfach bewahrt die wichtigsten Sachen gut organisiert an seinem Platz und lässt einen schnell wieder drankommen.

Camelbak Luxe NV01

Erster Eindruck

Auf den ersten Blick macht der Rucksack einen guten, wertigen und stabilen Eindruck. Auffallend ist das Belüftungssystem für den Rücken. Außerdem gibt es herausnehmbare Wasserblase. Besonders praktisch hat Camelbak die Befestigung für den Trinkschlauch gelöst, nämlich durch einen Magneten. Weiterhin fallen Taschen und Fächer auf. Durch die vielen Taschen und Features scheint allerdings auch etwas das Gewicht des Rucksack hoch zu sein.

Einstellen

Der Camelbak Luxe NV lässt sich unproblematisch und schnell einstellen. Die Trinkblase samt Schlauch ist schnell entfernt, dadurch ergibt sich ein weiteres Fach. Durch die Polster an der Seite ist der Tragekomfort sehr angenehm.Die Träger sind in der Breite und im Abstand zueinander sehr gut angeordnet. Bei einer durchschnittlichen Größe von 171 cm sitzt der Rucksack optimal ohne einzuschneiden. Auch das höhere Gewicht fällt durch den guten Sitz nicht weiter auf. Der Rucksack sollte auch für größere bzw. kleinere Mädels geeignet sein, da er sich leicht verstellen lässt.

Packen

Der Rucksack bietet zahlreiche Fächer, fast schon zu viele! Da kann man schon mal den Überblick verlieren. Allerdings gibt es kein richtig großes Fach, sondern eher viele mittelgroße Fächer. Wenn man den Überblick behalten kann, sind die vielen Fächer aber durchaus praktisch. Das vorderste Fach ist noch mal in mehrere kleine Fächer unterteilt, darin findet bspw. ein Toolkit samt Schlauch Platz. Deweiteren gibt es seitlich ein Handyfach, ds jedoch sehr klein geraten ist und  eine sehr praktische Helmhalterung.

Radfahren

Beim Fahren hat sich der Rucksack gut geschlagen. Die Rückenpolster machen seinem Namen alle Ehre und verrichtet seinen Job tadellos. Durch das sehr gute Belüftungssystem gibt es keinen Hitzestau. Getestet wurde der Rucksack mit Winterbekleidung.

Alltag

Der Camelbak Luxe NV ist vielseitig einsetzbar. Bei etwas sperrigeren Gegenständen stößt er allerdings an seine Grenzen, da er viele kleine, aber kein wirklich großes Fach hat. Erreichbar sind alle Fächer aber sehr gut. Ausserdem fasziniert die Wasserblase, in die 3 l Wasser passen. Die Öffnung ist relativ groß und lässt sich super auffüllen und einfach verschließen und öffnen. Ein optisch sehr schöner Rucksack mit vielen Fächern und Features.

Evoc Stage 12l03

Erster Eindruck

Der Evoc Stage sieht mit seinen 12l Fassungsvermögen schon recht niedlich aus. Die Farben sind klasse für den, der es bunt mag. Beim ersten Augenschein gibt es, wie bei mittlerweile vielen Bike Backpacks üblich, ein Wasserblasenfach direkt am Rücken, ein großes Fache davor, ein kleineres on top, sowie ein Brillenfach. Also alles dran was man braucht! Technische (versteckte) Features werden bis auf eine Ausnahme beschrieben: Raincover, Helmet Carry und Dowhill Helmet Carry. Das Material vom Stage ist ein üblich stabiles Kunststoffgewebe, mit festeren Cordura-ähnlichem Material am Rucksack-Boden. Schön sind die Off-Set Reißverschlüsse, da sammelt sich nicht so der Dreck drin. Alle Reißverschlüsse haben gute griffige Verlängerungen, das geht auch gut mit Handschuhen.

Einstellen

Das Einstellen ist eigentlich kinderleicht, im Prinzip muss man nur an Schulter, Brust- und Bauchgurten ziehen und auf die gewünschte Größe justieren. Was hier missfällt ist die Schwergängigkeit der Gurte. Ein weiteres Manko, welches leider noch kein Hersteller richig lösen konnte, sind die langen überschüssigen Enden der Gurte, die rumbaumeln. Vor allem bei kleinen Frauen ist das immer wieder doof, wenn ständig die mega langen Straps rumbaumeln und eine Gefahr darstellen, irgendwo reinzugeraten. Offensichtlich scheint es den Stage nur in einer Größe zu geben, ein Problem für Frauen unter 170 cm. Bei kleineren Frauen sitzt der Rucksack mit dem Boden auf – was sich auch später beim Biken bemerkbar macht. Ansonsten sind die sehr breiten Bauchgurten sehr praktisch, idealerweise auch überlappend mit Klett und nicht nur mit der einfachen Schließe, damit der Rucksack auch einfach an Ort und Stelle bleibt.

Packen

Beim Packen fehlt soweit nichts. Allerdings sollte man hier lieber mit Trinkflasche fahren wollen, da durch das doch sehr geringe Fassungsvermögen von 12 Litern der Rucksack durch eine 1,5l Wasserblase schon recht gut gefüllt wäre. Eine „Sommerausrüstung“ für Kurze- bis Mittellange Touren bekommt man gut unter, alles hat seinen Platz. Nicht geeignet ist der Stage für längere Touren, wenn man mehr Nahrung, Wasser etc. einpacken muss. Dafür ist der Evoc einfach zu klein. Schön wäre eine kleine Tasche an den Gurten – das Telefon will Frau irgendwie doch immer bei der Hand haben.

Radfahren

Beim Radeln auf dem MTB stellen wir fest, dass das ungewöhnliche Polster-System vom Evoc Stage nicht für jeden geeignet ist. Genau in der Mitte vom Rücken hat der Stage einen Mittelsteg, der bei einigen leider sehr stark direkt auf die Wirbelsäule drücken kann. Ggf. liegt das daran, dass der Rucksack für diese Testerinnen zu groß ist. Aber auch der Polsterungsgrad des Systems ist eher minimalistisch.

Alltag

Dank der vielen verschiedenen Fächer ist der der Evoc auch gut geeignet für die Alltags-Radlerin, die nur minimal mitnehmen möchte. Seine Stärken spielt der Rucksack jedoch bspw. für Enduro-Etappen Rennen aus, wo man wirklich nur minimal packt und Verstaumöglichkeiten für den DH Helm sowie Schoner braucht. Für die normale Tourenfahrerin ist er wahrscheinlich zu klein, man möchte man doch sicher gehen noch ein Wechseltrikot, Banane und eine Tourenkarte ein packen zu können. Das Rückensystem ist sicherlich Geschmackssache, man sollte den Stage aber definitiv vorher gefüllt anprobieren und auch mal in der richtigen Rad-Sitzposition testen.

Cube Pure 14 3

Erster Eindruck

Der Rucksack fällt positiv auf und weiß durch seine Farben sehr zu gefallen. Er ist angenehm leicht und auch die Träger geben durch die Gitter- oder Netzoptik das Gefühl, dass man keinen Schweißabdruck bekommen wird. Das Material des Rucksacks ist eher dünn und leicht.

Einstellen

Eingestellt wird der Rucksack schnell, doch die Träger sind für kleinere Körpergrößen zu nah aneinander angeordnet und fallen zu breit aus. Dadurch schneiden die Träger am Hals ein, was sehr unangenehm ist. Dieser Eindruck hat den Test des Cube Rucksacks leider sehr überlagert. Die Länge ist unproblematisch verstellbar.

Packen

Es gibt ein großes Fach und ein paar sehr kleine Fächer. Zwei Taschen sind mit Reißverschluss versehen, außerdem gibt es ein Handy-Fach und einen Anhänger für den Schlüssel. Im großen RV-Fach gibt es zwei Einteilungen, eine davon ist als Nassfach, das ander auch für eine Wasserblase ausgelegt. Ausserdem gibt es noch zwei kleine Seitentaschen. Der Cube-Rucksack ist also relativ klassisch aufgeteilt, dadurch kann man auch mal etwas sperrigere Teile transportieren. Eine praktische Helmhalterung und Ausgänge für den Trinkschlauch sind vorhanden.

Radfahren

Positiv fürs Radfahren ist, dass der Rucksack angenehm leicht ist. Negativ ist dafür die Anordnung und der Schnitt der Träger (s.o.). Durch die Netzoptik sind die Träger leicht und luftig, auch der Rückenbereich ist ausreichend belüftet. Auch beim Tragen dickerer Klamotten gibt es keinen Hitzestau.

Alltag

Leider ziehen sich die zu eng beieinander liegender Träger durch den Test und so hält sich der Spaßfaktor beim Tragen doch sehr in Grenzen. Gut  eignen tut sich er Rucksack bspw. fürs Fitnessstudio oder für Situationen,  für die man ein gutes Fassungsvermögen braucht, aber nicht über Stunden unterwegs ist. Die Fächer an sich sind gut und schnell erreichbar. Durch das größere Hauptfach ist der Rucksack sehr flexibel als einfacher Freizeitrucksack einsetzbar. Ein optisch sehr schöner Rucksack, der leicht ist.

Deuter Superbike 14 Exp SL03

Erster Eindruck

Der Deuter Superbike 14 EXP SL macht auf den ersten Blick und schon bei der ersten Berührung des festen Rip-Stop Nylongewebes einen sehr stabilen und angenehmen Eindruck. Das Material fühlt sich sehr hochwertig an. Es fallen die gut gepolsterten Träger und Rückenpolster auf. Die Reißverschlüsse sind sehr gut zu greifen, da an den Zippern feste Bänder angebracht sind. Auch die Farbe und das Design sind sehr schön anzusehen. Es gibt ausreichend kleine Verstaumöglichkeiten, eine integrierte Regenhülle und - Highlight!- ein neonfarbenes Windshield mit Kragen.

Einstellen

Den Rucksack ist mit den Rücken-, Brust- und Hüftgurten einzustellen und anzupassen. Er ist sehr stabil und die Rückenpolster nur wenig anschmiegsam. Für Frauen, die sehr weiche und ganz anschmiegsame Rucksäcke bevorzugen, ist der Deuter nicht das Optimale. Die Schulterträger sind ebenfalls anatomisch geformt und dick gepolstert mit weichen Kantenabschlüssen, die nicht einschneiden. Sie sind so geformt, dass sie weder am Hals/Nacken noch an den Armausschnitten (unter den Achseln) vorne, scheuern. Der anatomisch geformte Hüftgurt stabilisiert und stützt den Rucksack super. Der Hüftgurt besteht aus Meshwings, was als sehr angenehm empfunden wurde, da es auch nur mit Trikot angenehm zu tragen ist. Der Hüftgurt kann ganz schnell nur durch nach vorne ziehen der Bänder, eingestellt und fixiert werden. Bei einer Körpergröße von 178 cm sitzt der Rucksack sehr angenehm am Rücken.

Packen

Der Deuter hat ein großes Innenfach, dessen Volumen ganz einfach durch einen weiteren seitlichen RV vergrößert werden kann. So hat man einen flachen Rucksack, dessen Volumen jedoch bei Bedarf sofort zu vergrößern möglich ist. Innen befindet sich ein Nasswäschefach und ein im Rückenteil untergebrachtes, herausnehmbares Sitzpolster. Das RV-Frontfach ist mit einem Schlüsselhalter, einem weiteren Netzinnentäschen und noch einer kleinen RV-Innentasche zum Verstauen der Wertgegenstände ausgestattet. Dieses Frontfach ist ausreichend groß für eine Sonnenbrille, Geldbörse etc. Seitlich gibt es noch zwei Außentaschen mit dehnbaren, eingefassten Rand, in welche Trinkflaschen sehr gut sitzend untergebracht werden können. An den Hüftgurten befinden sich ebenfalls noch zwei geräumige Netzfächer mit Reißverschluss angebracht, bspw. für Riegel, Handy, Foto oder Taschentücher. Der Deuter ist außerdem Trinksystem-kompatibel und hat oben eine H2O-Öffnung. Das absolute Highlight: Falls man mal keine Weste dabei hat und einen kühlen Gegenwind spürt oder Bergabfahren muss, gibt es im Deuter auch ganz klein, oben in einem RV-Fach verpackt, ein neonfarbenes, wasserabweisendes Windshield mit Kragen und RV, das super gut sitzt und schnell darüber gezogen werden kann, ohne dass man den Rucksack abnehmen muss. Wirklch gut durchdacht und umgesetzt. Ebenfalls schön klein verstaut ist die abnehmbare Regenhülle am Boden des Rucksacks.

Radfahren

Beim Radfahren sitzt der Rucksack fest und kompakt am Rücken. Er liegt nicht besonders anschmiegsam an, ist jedoch sehr weiblich geschnitten. Das spürt man besonders, wenn man sich in der nach vorne geneigten Radhaltung befindet. Auch hier drücken und kneifen die Träger nirgends. Der Brustgurt kann in der Höhe verschoben werden, so dass ihn jede Frau für sich anpassen kann. Der Rucksack liegt gut in der Mitte des Rückens und stört nicht im Nackenbereich.  Auch vollgepackt nach dem Einkaufen ist der Deuter immer noch super angenehm zu tragen. Besonders positiv fällt der Schnitt und Sitz der anatomisch geformten Auto-Compress-Hüftflossen mit tief innen liegendem Ansatzpunktes auf. Der Rucksack sitzt dadurch perfekt auf der Hüfte, und nichts verrutscht beim Radfahren. Durch die gute Rückenbelüftung des Airstripe-Systems kann auch kein Hitzestau entstehen.

Alltag

Der Deuter sieht sehr schick aus, passt also auch perfekt im Alltag. Es hat von Anfang an Spaß gemacht ihn zu nutzen. Am besten hat uns gefallen, dass dieser nicht so weich und labbrig ist, sondern stabil am Rücken sitzt. Die Unterteilung der Fächer ist gut und ausreichend, man kann seinen Kleinkram schön sortiert verstauen. Der RV zum Erweitern des Volumens des großen Hauptfaches ist im Alltag sehr praktisch. Der Rucksack ist super geeignet für den Alltag, für einen Ganztagesausflug, auf Reisen und auch zum Einkaufen mit dem Rad. Für Frauen, die weiblich geformte und stabile Rucksäcke mit festen, spürbaren  Rückenpolster und gut geschnittenen Trägern bevorzugen ist der Deuter perfekt. Auch mit viel Gewicht behält er seine Form und drückt nirgends.

Vaude Moab 14 5

Erster Eindruck

Der Vaude Moab 14 ist ein schmal wirkender Rucksack in frischen Farben. Laut Herstellerangaben ist dieser auch noch aus umweltfreundlich hergestellten Farben und Material. Reißverschlüsse und Material machen einen qualitativ hochwertigen Eindruck. Auffallend sind die schmalen, weichen und sehr anschmiegsamen Träger. Als kleines Goodie für die selbständige Frau hängen noch 2 farbige Plastik-Reifenheber außen am Rucksack, die man allerdings nach innen befördern sollte, da sie sonst bei jeder Bewegung klappern.

Einstellen

Der Rucksack kann mithilfe der Rücken-, Brust- und Hüftgurte eingestellt werden. Die Schulterträger sind sehr weich, dazu ergonomisch geschnitten und drücken nicht, auch wenn man nur ein Top trägt. Der Brustgurt ist höhenverstellbar, was bei Frauen sehr sinnvoll ist. Die linke Schnalle ist ohne Zwischenband am Träger fixiert, welches das Öffnen (vor allem mit kalten Fingern) etwas fummelig macht, da die Schnallen sehr klein sind. Der Hüftgurt kann mit einem Zug der Bänder nach vorne enger gezogen werden. Durch den gepolsterten Hüftgurt sitzt der Rucksack dann perfekt in der Taille.

Packen

Auffallend ist,  dass das große Hauptfach sehr weit aufzuklappen ist. Das ist äußerst praktisch, da man so alles leichter verstauen oder suchen kann. Ein Schlüsselclip befindet sich ebenfalls im Hauptfach. Auch das Frontfach lässt sich ganz aufklappen. Innen befindet sich ein Klettband zum Befestigen einer Radpumpe sowie ein kleines Netzfach und 2 weitere Fächer, wovon eines weich gefüttert ist, bspw. für die Sonnenbrille. Außen am unteren Ende ist eine Halterung für das Blinklicht. Was vor allem Mountainbikerinnen ansprechen wird, aber auch Mädels, die längere Touren machen: Ein weiteres RV Fach mit Unterteilung für Werkzeug. Riesig fällt die Helmhalterung aus – es passen also auch MTB- oder Fullface- Helm bzw. als Alternative auch die Knie-Protektoren rein. Ein Nachteil ist, dass die Reißverschlüsse am Rucksack nicht geöffnet werden können ohne die Helmhalterung auszuklicken. D.h. man muss diese jedes Mal ausklicken, wenn man etwas aus dem Rucksack braucht. Diese Vorgehensweise ist leider ziemlich umständlich.  Seitlich befinden sich noch zwei Seitentaschen für bspw. Trinkflaschen Die Hüftgurttaschen sehr geräumig und super geeignet für viel Kleinkram. Eine Öffnung für den Trinkschlauch ist schön verdeckt am oberen RV angebracht.

Radfahren

Bei größeren Frauen über 180 cm befindet sich in der Radfahrhaltung der Gurt am Bauch und die Hüftpolster sind zu weit oben. Dafür sitzt der Rucksack einfach zu hoch und ist daher eher für durchschnittlich große bzw. kleine Frauen geeignet. Der Nacken bleibt während der Fahrt frei, nichts reibt oder stört. Ansonsten liegt der Vaude perfekt, aber steif auf dem Rücken, was wohl an dem harten Kunststoff-Innenteil des Rucksackrückens liegt. Die Schultergurte sind sehr weich und an die weibliche Ergonomie angepasst. Auch beim Fahren mit schwer bepacktem Rucksack liegen die Gurte also gut auf und verrutschen nicht. Ein super Rucksack für Mädels, die hauptsächlich mit dem MTB in den Bergen unterwegs sind und großen Wert auf eine Helmhalterung legen, da dieses Feature bei diesem Rucksack wirklich im Vordergrund steht.

Alltag

Der Vaude Moab sieht gut aus und hat auch für den Alltag genug praktisch angelegte Fächer zum Verstauen von Alltagsutensilien. Auf jeden Fall bekommt man sicher alles für eine lange Tour oder MTB Ausflug in den Rucksack und das Ganze auch noch gut in die dafür vorgesehenen Taschen aufgeteilt.Was beim MTB sehr praktisch ist, hindert eher die Alltagstauglichkeit, da bei jedem Öffnen die Helmhalterung mit ausgeklickt werden muss.  Wer jedoch eh keinen Helm an seinem Rucksack befestigen möchte, wird den Rucksack lieb gewinnen.

Rapha Backpack01

Erster Eindruck

Der Rapha Backpack wirkt auf Anhieb sehr stylisch und für den täglichen Gebrauch auch nicht zu groß. Sichtbarkeit im Straßenverkehr ist durch den rosafarbenen Leuchtstreifen garantiert, als Designelement aber auch sehr markant, was sicherlich nicht jedem gefällt. Mit im Lieferumfang befindet sich eine verstaubare Regenhülle in Pink mit reflektierendem Rapha-Logo. Die Verarbeitung des Obermaterials sowie  der Reißverschlüsse machen einen guten ersten Eindruck. Zwei große Außenfächer sowie ein kleines Fach seitlich am Hüftgurt bieten die Möglichkeit Kleinigkeiten schnell und praktisch zu verstauen.

Einstellen

Ein Brust- sowie Hüftgurt verhindert das Verrutschen des Rucksacks, außerdem kann der Backpack mithilfe des Rückengurtes auf die Trägerin angepasst werden. An der Schulterpartie sind die Träger verstärkt, womit die Gewichtsverteilung auf den Schultern optimal gewährleistet ist. Die Maße des Backpacks sind sehr gut gewählt und garantieren auch kleineren und schmaleren Frauen ein angenehmes Tragegefühl. Der Rucksack ist stromlinienförmig geschnitten und verschwindet komplett im Luftwiderstand der Fahrerin, was sich vor allem bei längeren Strecken und Gegenwind auszahlt.

Packen

Der Rapha Backpack bietet einiges an Fächern, die sehr praktisch angelegt sind. Beim Öffnen des Rucksacks fällt einem direkt das kontrastierende Innenfutter - grau mit Ritzeldruck - auf. Darin befinde ein gepolstertes Laptop-Fach (bis 15“), ein fleecegefüttertes Sonnenbrillenfach, ein Schlüsselfach außen und ein zusätzliches Fünf-Liter-Fach. Insgesamt fällt beim Gesamtvolumen, der Anordnung und der Auswahl der Fächer auf, dass der Rapha Backpack eher für Commuting und den Gebrauch im Alltag konzipiert wurde.

Radfahren

Gepolsterte Partien folgen dem Rückgrat der Trägerin und sorgen für hohen Tragekomfort. Die Polsterung ist der Position auf dem Rennrad angepasst, was auch eher in Richtung Commuting geht. Der Rucksack liegt super auf dem Rücken, auch das geringe Eigengewicht plus die hochwertigen Materialien sorgen für ein rundum gutes Ergebnis. Der Rücken wird während der Fahrt gut belüftet. Man fängt also nicht übermäßig schnell an zu schwitzen, was gerade für Alltagssituationen hilfreich ist.

Alltag

Im Alltag bietet der Backpack alles, was ein Commuting Rucksack braucht. Optisch ist er sehr edel, hochwertige Materialien wurden verarbeitet und auch im Inneren besticht er mit stilsicheren Feinheiten. Die durchdachte Fächerung bietet optimale Ordnung für den täglichen Gebrauch. Außerhalb des Commuting ist der Rapha Rucksack natürlich auch einsetzbar. Gerade für vielreisende Frauen, die nicht mit Handkoffer oder Laptoptasche durch die Gegend reisen wollen, ist dieser Rucksack optimal geeignet. Hier findet der Laptop, aber auch andere Kleinigkeiten Platz, die man für kurze Businesstrips gebrauchen kann. Eine wunderschön gelöste Kombination aus Fahrradrucksack und Reise-Accessoire.

Evoc_Roamer_22l_01

Erster Eindruck

Schon auf den ersten Blick macht der Roamer einen guten Eindruck. Das Material sieht wertig und robust aus, die Reißverschlüsse wirken stabil. Es gibt viele verschiedene Fächer, die neugierig machen. Praktischerweise ist gleich alles mit Schildchen versehen, ob Helmet Carry (Helmnetz), Rain Cover (worin sich der Regenschutz befindet) oder DH Helmet Carry (Befestigungsmöglichkeit für Downhill Helm). Das H2O im Nackenbereich lässt auf ein Fach für eine Wasserblase schließen.

Einstellen

Den Rucksack kann man mithilfe der Rücken-, Brust- und Hüftgurte einstellen. Seitlich kann man mithilfe des Rückengurts sowie oben im Nacken-/Schulterbereich den Rucksack anpassen. Bei einer Körpergröße von 169 cm sitzt der Rucksack angenehm am Rücken. Der Hüftgurt und den Brustgurt erhöhen den Tragekomfort noch einmal. Der Evoc ist verhältnismäßig schmal und lang geschnitten, d.h. Mädels, die kleiner sind, können eventuell Probleme mit der Rückenlänge haben. Leider gibt es wie bei anderen Evoc-Modellen nicht die Möglichkeit zwischen verschiedenen Rückengrößen auszuwählen.

Packen

Diejenigen, die gerne viele Fächer am Rucksack haben, werden den Roamer lieben. Es gibt sage und schreibe 17 Verstauungsmöglichkeiten! Kartenfach, Werkzeugfach mit wiederum fünf kleinen Fächern und einem Extra-Reißverschlussfach, Sonnenbrillenfach plus zwei kleine Fächer, Hauptfach mit Extra-Schlüsselfach, Handyfach am Hüftgurt, zwei Seitenfächer für Trinkflaschen und ein Fach im Rückenbereich für eine optionale Wasserblase. Die Fächer sind sehr praktisch angelegt, sodass kein Chaos im Rucksack entstehen kann. Sowohl in der Stadt als auch in den Bergen kommt man hier also voll auf seine Kosten und kann seine Sachen ordentlich unterbringen. Besonders Mountainbiker werden vor allem das Werkzeugfach sowie das Wasserblasenfach schätzen, aber auch das innen mit Fleece ausgestattete Sonnenbrillenfach ist für den Gebrauch als Allrounder-Rucksack praktisch. Dank Hüftgurttasche kann man Kleinkram dort verstauen statt den Rucksack absetzen zu müssen. Alles in allem passt eine Menge in den Roamer. Und wer den Platz mal nicht braucht, kann die Seitengurte enger schnallen, und schon ist der Rucksack ganz flach und unauffällig.

Radfahren

Während der Fahrt sitzt der Rucksack etwas hoch und stößt so an den Nacken. Allerdings ist das wohl nur ein Problem der Kleineren unter uns, Mädels über 170 cm sollten keine Probleme haben. Ansonsten liegt der Roamer sehr schnittig am Rücken, die Schultergurte fühlen sich trotz vollgepackten Rucksacks angenehm auf den Schultern an. Am Rücken ist von Hitzestau keine Spur, was wohl am ausgeklügelten Air Circulation Belüftungssystem liegt. Besonders für Mädels, die viel in der Natur unterwegs sind, kann die Signalpfeife an der Brustgurtschnalle ein nützliches Accessoire sein.

Alltag

Im Alltag macht der Roamer viel Spaß. Er sieht nicht nur schick aus, sondern hat auch tolle innere Werte. Die Unterteilung der Fächer bewährt sich, es bleibt alles geordnet an seinem zugeteilten Platz. Nicht nur beim Radfahren macht der Roamer eine gute Figur, auch als Rucksack auf Reisen, zum Einkaufen oder für einen Tagesausflug ist er bestens geeignet.

Scott Airstrike11

Erster Eindruck

Der in edlem schwarz gehaltene Scott Airstirike 22 macht bereits auf den ersten Blick einen qualitativ hochwertigen Eindruck und besticht auf Anhieb mit durchdachten Details wie einer Vorrichtung zum Befestigen eines Helms, Flaschenhalterungen an beiden Seiten, Kompressionsgurten, im Hüftgurt integrierten Täschchen sowie einer gepolsterten Rückseite mit Mesh-Einsätzen, die den Rücken trocken halten sollen. Das Polyester-Material ist griffig und erscheint strapazierfähig.  

Einstellen

Neben der Trägerlänge lassen sich beim Airstrike 22 die Weite des Hüftgurtes sowie des Brustgurtes regulieren. Auch die Position des Brustgurtes lässt sich einstellen, sodass man flexibel entscheiden kann, auf welcher Höhe er sitzen soll, was für weibliche Trägerinnen sehr angenehm ist. Das Verstellen der Gurte erfordert etwas Übung, da diese etwas schwergängig sind – vermutlich, damit sich nichts lockert. Die Plastikschnallen wirken eher leicht und es erfordert Treffsicherheit, damit man sich beim Schließen nicht verhakt.  Einmal richtig angelegt, zeigt sich, dass der Airstrike 22 für große FahrerInnen gestaltet ist. Bei 174 cm Körpergröße muss beinahe die kleinste Trägerlänge gewählt werden, damit die Rückenpolster effizient positioniert sind. Also nichts für die kleineren unter uns.

Packen

Der Airstrike ist aufgrund seiner vielen Verstauungsmöglichkeiten ein idealer Partner für Touren, die zwei oder drei Tage dauern, da er sich noch um 3 Liter erweitern lässt. Neben einer Trinkblase, können im Hauptfach 2 komplette Radoutfits sowie Waschzeug und Proviant verstaut werden. Handy, Schlüssel, Geld und was Frau sonst noch so braucht, finden in zwei separaten Fächern ihren Platz, sodass sie stets sicher verstaut und dennoch griffbereit sind. Eine Regen- oder Windjacke lässt sich perfekt in dem Fach mit Gummiband auf der Außenseite unterbringen, so muss man nicht lange im Inneren des Airstrike herumwühlen und läuft auch nicht Gefahr andere Dinge mit herauszuziehen, wenn es einmal schnell gehen muss. Das verschlossene zweite Fach an der äußeren Vorderseite bietet darüber Platz für weitere Kleinigkeiten wie Verpflegung, eine Karte oder Kamera. Auch im Fach für den Regenschutz findet sich noch genug Platz, um Kleinigkeiten zu verstauen, sofern dies nötig ist. Richtig gut aufgehoben sind Werkzeug und Ersatzteile im Bodenfach. Gummibänder und Fächer halten Mini-Tool, Schläuche, Reifenheber und Pumpe an Ort und Stelle, sodass nichts aneinanderschlägt. Die beiden Flaschenhalterungen an den Seiten fassen Trinkflaschen bis zu 0,75 l, welche dank der Kompressionsgurte an den Seiten eine zusätzliche Sicherung erfahren. Ein weiteres gut gemeintes Extra sind die beiden in den Hüftgurt integrierten Taschen, die jedoch sehr klein und schwer zugänglich ausfallen und jeweils lediglich ein Gel oder einen kleinen MP3-Player fassen können.

Radfahren

Der voll gepackte Airstrike fällt zunächst durch die breiten, gut gepolsterten Träger auf, die das Gewicht gut verteilen. Weiterhin bietet er viel Platz im Nackenbereich, sodass der Helm nirgends anstößt. Leider wird das Tragegefühl durch die Schaumstoffpolster, die den Feuchtigkeitsabtransport im Rückenbereich gewährleisten sollen, beeinträchtigt, da diese unangenehm an den Schulterblättern aufliegen, was sich leider nicht durch ein erneutes Einstellen der verschiedenen Gurte ändert. Während der Fahrt macht der Airstrike jedoch wieder Punkte gut. Dank der Kompressionsgurte liegt er nah am Körper an und bewegt sich auch nicht im Wind. Die Schlaufen an den Gurten halten Kopfhörerkabel nah am Körper. Der Rücken wird gut belüftet und fühlt sich auch nach mehreren Stunden auf dem Renner angenehm trocken an.

Alltag

Dank seines großzügigen Hauptfachs ist der Airstrike ein treuer Alltagsbegleiter. Ein 15“Notebook oder auch das gesamte Fitnessstudio-Outfit samt Turnschuhen findet problemlos Platz. Durch die vielen kleinen Fächer ist Frau stets gut organisiert und findet auf Anhieb Handy, Portemonnaie oder Lippenstift. Durch die insgesamt schlichte Aufmachung (schwarz mit dezenten orangefarbigen Highlights) macht er auf dem Weg ins Büro sowie auf Reisen eine gute Figur. Auch schwerere Gegenstände lassen sich dank der bequemen Träger gut transportieren. Die Polsterung hat leider nicht überzeugt, da diese bereits nach kurzem Tragen als unangenehm empfunden wird. Vermisst werden beim Airstrike darüber hinaus reflektierende Elemente für bessere Sichtbarkeit. Der Scott Airstrike 22 ist und bleibt jedoch ein Multitalent, das vielseitig einsetzbar ist. Er eignet sich ideal für lange Touren mit kleinem Gepäck und überzeugt durch Details wie Werkzeugfach, Regenschutz und Trinkblasenintegrationsmöglichkeit. Auch dass er sich um 3 zusätzliche Liter erweitern lässt ist praktisch, wenn die Trainingsfahrt mit Besorgungen verbunden wird.

Cube AMS 30+5 01

Erster Eindruck

Schon auf den ersten Blick vermittelt der Cube AMS 30+5 den Eindruck eines Rucksacks mit viel Stauraum. Das Material fϋhlt sich widerstandsfӓhig und hochwertig an. Die Reiβverschlϋsse scheinen solide und robust. Der ganze Rucksack ist sehr gut verarbeitet und verspricht eine unverwϋstliche  Qualitӓt, die einen viele Jahreskilometer begleiten wird. Der Cube bietet eine ϋbersichtliche, aber reichliche Anzahl an Fӓchern, die es zu entdecken gilt. Die H2O Beschriftung im Nackenbereich deutet die Option fϋr eine Wasserblase an, ein weiteres Schildchen weist auf den Regencover hin. Das Logo und die Beschriftung hinten, Detail an den Trӓgern und an der Hϋftgurttasche sind aus reflektierendem Material.

Einstellen

Die Einstellungsmöglichkeiten beim Cube sind vielseitig: Der Rucksack bietet Rϋcken-, Brust-, und Hϋftgurte und Gurte am Nackenbereich. Einmal eingestellt liegt der Rucksack sehr angenehm am Rϋcken und auf den Schultern. Von der Form ist der Cube eher viereckig. Bei einer Körpergröβe von 173 cm und mit breiteren Schultern ist das angenehm zu tragen. Kleinere Frauen könnten vielleicht Probleme mit der Lӓnge und Breite des Rucksacks haben. Der Brust-und Hϋftgurt tragen zum Tragekomfort bei. Der Hϋftgurt ist gepolstert und liegt angenehm auf der Hϋfte.

Packen

Wer viel transportieren muss, der wird am Cube seine reine Freude haben. Das Hauptfach allein hat einen gerӓumigen Packraum von 30 Litern! Dazu kommt eine Vielzahl an Fӓchern, mit denen du deinen Hausstand auf dem Rad organisieren kannst: Sonnenbrillenfach mit zwei weiteren Fӓchern, ein  Kartenfach, ein Fleece-Fach mit integrierter Tool Bag und Schlϋsselanhӓnger, ein gerӓumiges Naβwӓschefach, zwei Seitenfӓcher fϋr Trinkflaschen (oder wie in diesem Fall, eine zusammengerollte Regenjacke), ein Fach im Rϋcken fϋr ein Trinksystem. Ein Handyfach am Hϋftgurt sorgt dafϋr, dass das Handy immer griffbereit ist. Der Rucksack transportiert locker einen Laptop, Essen und Klamotten fϋr den Tag im Bϋro (einschließlich Wechselwӓsche und ein Paar Schuhe!) ohne dass es zu eng oder vollgestopft wird. Sehr praktisch, dass das Naβwӓschefach durch Reiβverschlϋsse ein Teil des Hauptfachs wird. Dadurch wird das Hauptfach um noch einmal 5 Liter erweitert. Mountainbiker werden Gefallen an der integrierten Werkzeugtasche (‘tool bag’) finden. Fur die MTB-Mӓdels bietet dieser Rucksack außerdem Protektorenhalterungen. So bleibt mehr Platz im Rucksack fϋr andere Dinge und die dreckigen Protektoren verschmutzen nicht das Innere des Rucksacks. Es gibt viele Möglichkeiten, das Volumen des Rucksacks zu ӓndern: Ein Reiβverschluss erweitert die Breite oben und an den Seiten, Schlaufen unten erweitern die Tiefe. Die Helmhalterung ermöglicht, dass du an die Fӓcher gelangen kannst, auch wenn der Helm angebracht ist. Es benötigt allerdings etwas Puzzelei und Bilder aus dem Internet um zu verstehen, wie der Helm angebracht wird.

Radfahren

Bei durchschnittlicher Körpergrösse von 173 sitzt der Rucksack während der Fahrt bequem am Rϋcken. Kleinere Frauen oder Frauen mit schmalen Schultern könnten vielleicht Probleme mit dem quadratischen Design haben: Der Rucksack behindert vielleicht das Sichtfeld, wenn man ϋber die Schulter blicken muss. Auch wenn der Rucksack vollgepackt beim Hochheben etwas schwer wirkt, verteilt sich das Gewicht beim Radfahren gleichmӓssig ϋber die Schultern und den Rϋcken. Einen verschwitzten Rϋcken gibt es beim Cube nicht: Die Deuter Airstripes verhindern einen Hitzestau. Was beim Radfahren etwas stört sind die Gurte, mit denen die Tiefe des Cubes angepasst werden kann. Wenn die Gurte nämlich eng zusammengezogen sind, hӓngen sie lang herab und flattern im Wind. Der Regencover bewӓhrt sich bestens auf einer sehr feuchten Heimfahrt vom Dienst: Fahrerin nass, aber alles im Rucksack blieb knϋppeltrocken.

Alltag

Radfahren, Reisen, Wandern, Einkaufen – Der Cube Amis 30+5 ist vielseitig und bietet viele Vorzϋge. Durch sein Volumen von 30 Litern, welches um weitere 5 Liter erweitert werden kann, ist er ideal fϋr lӓngere Tagestouren oder sogar einen Wochenendausflug. Die Fӓcher sorgen dafϋr, dass alles gut organisiert werden kann und die wichtigsten Dinge nur einen Handgriff entfernt sind. Die Verarbeitung und Handhabung des Rucksacks vermittelt das Gefühl, dass er einiges aushalten wird.