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Training

Bahnradfahren – Der Ratgeber

Spaß ohne Bremsen! Wir geben dir eine Einführung in die Welt des Bahnradsports.

Ein Rad – keine Bremsen – keine Gänge – kein Freilauf. Eine Bahn aus Holz, mit Fahrbahnneigungen bis zu 60° in den Kurven: Willkommen in der Welt des Bahnradsports. Wir erklären dir hier, was dich erwartet, wenn du dich auf die Radbahn wagst.

Wenn man Bahnradfahrer beobachtet, sieht man, wie sie sich scheinbar mühelos gegen den Uhrzeigersinn im Kreis bewegen, dicht hintereinander, ohne Bremsen und Freilauf am Rad, mit dem sie Geschwindigkeit kontrollieren könnten. Neugierig? Viele Radrennbahnen bieten Schnupperkurse, die dir die Möglichkeit geben Bahnradfahren selbst mal auszuprobieren. Wir geben dir hier ein paar Tipps, worauf es ankommt und worauf du achten solltest, wenn du die ersten Kreise auf der Radrennbahn ziehen möchtest. Aber sei gewarnt: Einmal Blut geleckt lässt dich dieser Sport nicht mehr so schnell los.

Wer zu spät kommt…

Umziehen, das Leihrad abholen und einstellen, das ungewohnte Umfeld in Ruhe auf sich wirken lassen, erste Eindrücke sammeln, nochmal pinkeln: Es liegt auf der Hand, dass du gut damit fährst rechtzeitig da zu sein. Wenn es ans Eingemachte geht und der Coach die ersten Anweisungen gibt, kannst du ihm  deine uneingeschränkte Aufmerksamkeit schenken.

Was ziehe ich an?

Kleidung

Du brauchst eine gepolsterte Radhose, ein Unterhemd, dazu ein Trikot und ein Paar Handschuhe – wie im wirklichen Leben. Es empfiehlt sich auch eine Brille mit klaren Gläsern zu tragen. Diese schützt deine Augen vor Zugluft und Staub. Beim Bahnradfahren herrscht Helmpflicht – also den Deckel nicht vergessen!

Schuhe

Leihräder sind mit Klick- oder Käfigpedalen ausgestattet. Wenn die Klickpedale der Leihräder die gleichen sind, die du zu Hause fährst, kannst du auch deine eigenen mitbringen. Ansonsten kannst du dir Schuhe ausleihen.

Essen und Trinken

Bahnradfahren ist anstrengend. Die Luft kann sehr warm und trocken sein, du bist vielleicht etwas nervös und aufgeregt. Und die Art des Radfahrens ist neu und ganz anders, als du es gewohnt bist, schließlich ist diese Erfahrung auch psychisch eine Herausforderung. So etwas macht durstig und hungrig. Also: Trinkflasche auffüllen und bei Gelegenheit immer wieder einen Schluck trinken. Und nicht vergessen ab und zu mal einen Snack zu dir zu nehmen.

Lass deinen Beinen freien Lauf!

Ohne Bremsen im Kreis herumfahren und dann am besten noch die Bande herab? Anstatt dich krampfhaft festzuhalten, umfassen deine Hände ganz entspannt den Lenker – sie ruhen praktisch auf ihm – und du überlässt die Arbeit ganz deinen Beinen. Je entspannter du im Oberkörper bist, um so freier werden sich deine Beine bewegen können.

Du denkst, dein Rad lenkt

Das Bahnrad verhält sich anders  als die Räder, die du sonst fährst. Es ist kleiner, steifer und wendiger, und jede deiner Verkrampfungen und Schwankungen werden direkt aufs Rad übertragen. Ein Bahnrad mag es nicht, wenn du es um die Bahn lenkst. Stattdessen möchte es dich gerne um die Bahn tragen, und das so ungehindert wie möglich. Richtungswechsel gibst du durch einfache Gewichtsverlagerungen an. Ein wenig reicht schon und das Rad schwebt mit dir höher, niedriger und um die Kurve. Bahnradfahren sieht leicht aus, aber um so gelassen auszusehen gehört einiges an Übung.

Keine Angst vor der steilen Bahn

Beim ersten Anblick kann die Bande einen nervös machen – vor allem die steilen Kurven. Sich da ohne abzurutschen halten zu können scheint ein Ding der Unmöglichkeit. Dein Gehirn versucht dir einzureden, dass die Radrennbahn an der obersten Kante viel steiler ist als unten. Halte dagegen, indem du dich immer wieder an die Tatsache erinnerst: Die Radrennbahn ist an der obersten Kante genauso steil wie an der untersten. Und trotzdem: Sei darauf gefasst, dass die ersten paar Runden für dich eine Zitterparty werden. Aber schon bald wirst du ein Gefühl für die Kurven und die Geraden entwickeln und verschwendest keinen Gedanken mehr an die Steillage, in der du dich befindest.

Und immer in die Pedale treten

Das passiert ganz schnell und vor allem am Anfang: Du vergisst, dass das Rad keinen Freilauf hat und schon bockt das Rad unter dir und versucht dich abzuwerfen. Wenn du Glück hast, kannst du dich noch rechtzeitig fangen. Wenn nicht, dann liegst du ruckzuck unten. Ob die Nase juckt, die Shorts zurechgezuppelt werden muss – egal was es ist: Deine Beine müssen immer fleißig sein.

Je schneller, desto sicherer?

Da steckt schon ein Körnchen Wahrheit drin. Fährt ein Fahrer zu langsam durch die steilen Kurven, unterschreitet er den minimal notwendigen Haftreibungswinkel und rutscht ab. Daher verführen die Nerven einen vor allem am Anfang dazu ordentlich Gas zu geben, damit man bloß nicht abrutscht. Nur machen die Beine schnell schlapp. Durch ruhiges und kontrolliertes Fahren bekommst du schneller ein Gefühl für das Rad und wie du es beeinflusst. Es ist nicht unmöglich auch langsam, aber sicher auf der Bahn zu fahren, was durch Übung und wachsendes Selbstbewusstsein kommt.

Lerne von den Profis

Aufzeichnungen von Profis bei Bahnradrennen zeigen wie langsam man sich auf der Bahn bewegen kann ohne abzurutschen. Und wie entspannt die Radfahrer aussehen, trotz der Anstrengungen des Wettkampfes. Solche Videos können hilfreich sein um etwas Einblick und Inspiration zu bekommen wie du dich auf einem Bahnrad auf einer Radrennbahn bewegen kannst.

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