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Mountainbike

Offroad Radfahren im Winter – Der Ratgeber

Selbstbewusst mit dem Rad im Gelände unterwegs sein - so geht's!

Für viele bietet der Winter eine Möglichkeit etwas Neues auszuprobieren. Als Offroad-Anfänger kann man neue Anreize setzen und dabei auch noch seine Fähigkeiten auf dem Rad erweitern.

Das Leihrad: ein Pinnacle Arkose

Nach drei Jahren auf dem Rennrad war es an der Zeit, sich radtechnisch dem Winter zu stellen anstatt bis zum Frühling in den Winterschlaf zu verfallen. Dafür eignet sich nichts besser als sich in die Welt des Off-Road-Radfahrens zu werfen, mit allem, was dazu gehört: Matsch, verschlammte Trails, unebenes Gelände. Mit einem geliehenem Crossrad eröffnete sich mir eine neue Welt, fernab vom Straßenverkehr und voller neuer Herausforderungen, wie man sie nur auf Wald-und Feldwegen im Winter erleben kann. Nach ein paar Monaten, in denen ich mich über Stock und Stein und auf Schlamm-Trails mit dem Crossrad angefreundet habe, gebe ich euch hier ein paar hilfreiche Tipps, die euch beim Einstieg in das neue Abenteuer auf zwei Reifen behilflich sein können,  egal ob Mountainbike oder Crosser.

1. Die Reifen

Die Bereifung ist fast eine Wissenschaft für sich. Für regelmäßige Touren auf Trails eignen sich am besten Reifen mit einem Profil, die wie für den Matsch gemacht sind. Ich habe auf Anraten die Specialized Terra Pro aufgezogen. Das Profil dieser Reifen ist so entworfen worden, dass das Rad gut durch den Matsch kommt, ohne dass die Reifen mit Schlamm verkleben und ihre Haftung verlieren. Auf der Strasse rollt man mit solchen Reifen nur mühsam, aber das ist beim Off-Road-Radeln nur zweitrangig.

2. Bar – Der richtige Reifendruck

Je mehr Druck in den Reifen, umso weniger Bodenhaftung. Das ist bei Ausfahrten auf der Straße vollkommen in Ordnung. Sobald es aber off-road geht, wird es unangenehm: die Reifen drehen durch und rutschen auf dem feuchten Boden und den nassen Wurzeln unter deinem Hintern weg. Um das meiste aus deinem stollenbereiftem Gefährt zu machen, musst die Luft aus den Reifen lassen: 2,5-3,5 Bar reichen vollkommen aus.

Specialized Terra Pro (rechts): Gerüstet für die Schlammschlacht.

3. Selbstbewusst und bestimmt

Das klingt logisch und ist etwas, was sich beim Off-Roading auszahlt: eine selbstbewusste Einstellung, mit dem du dein Rad über unwegsame Trails steuerst, wird dich weit bringen. Schau in die Richtung, in die du willst, dann lenkst du dein Rad automatisch in die Richtung. Verhaltenes und zögerliches Fahren führt zu Verunsicherungen, die dich im Gelände zurückhalten und dein Rad zum Rutschen bringen können.

4. Die Schlammschlacht

Ich merkte ziemlich schnell, dass man nicht weit kommt, wenn man den Schlamm mit Samthandschuhen angeht. Es ist anstrengender, den Matsch zu umfahren als direkt in die Offensive zu gehen. Draufhalten, ordentlich ins Pedal treten und mit Gusto durch den Matsch brettern. Dann bleibst du nicht stecken und rutschst nicht aus. Und wenn das Hinterrad ein bisschen wegrutscht, aber du den Matsch energisch angehst, dann kommst du durch, bevor das Rad wegrutscht.

5. Nur nicht zu schüchtern

….sondern mit Schmackes und Selbstvertrauen in die Schlammschlacht stürzen – das geht nur, wenn du dich nicht voller Angst an den Bremsen festhälst. Erst kam es mir auch wie ein Widerspruch in sich vor. Aber dann musste ich schnell feststellen, dass es einfacher und sicherer ist mit Schwung über Wurzeln, Steine und Geröll zu fahren.

6. Der Trick mit dem Klick

Wenn du es gewohnt bist auf deinem Rennrad mit Klickpedalen zu fahren, dann besteht kein Grund, sie nicht auch im Gelände zu benutzen. Anders als beim Radfahren mit dem Rennrad kann es beim Radeln auf den Trails häufiger vorkommen, daß du dich immer wieder mal aus – und wieder einklicken musst. Das kann etwas ungewohnt sein. Deshalb solltest du das wiederholte Ein – und Ausklicken immer wieder üben, bis es dir in Fleisch und Blut übergeht. Dann musst dir beim Erstürmen der Gipfel im Wald keine Sorgen machen, ob du das Pedal zum Einklicken schnell genug wieder findest, bevor du unelegant zur Seite kippst.

Selbstbewusst und mit Schwung über Stock und Stein

7. Übung macht die Meisterin

Wenn du nach deiner ersten Ausfahrt Gefallen am Off-Road-Radeln gefunden hast und es im Winter als Alternative zum Rennradfahren nutzen möchtest, heißt es dranbleiben. Mit dem Rad über Trails, durch Matsch und nasses Gelände zu fahren ist für viele Rennradfahrer ein neues Erlebnis. Es gibt viele neue Dinge, die beachtet, und neue Fähigkeiten, die immer wieder erprobt werden müssen. Deshalb solltest du regelmäßig off-road fahren. Mit den regelmäßigen Fahrten steigt das Selbstbewusstsein und gleichzeitig die Fähigkeit das Rad sicher zu führen.

Eine Nachtfahrt setzt ganz neue Reize.

Off-Road wird eigentlich nie langweilig. Mein vertrauter Pfad, auf dem ich am Anfang geübt habe, wurde durch starken Regen bei einer Nachtfahrt zu einer ganz neuen Herausforderung. Das Erkunden von unbekannten Trails ist ein aufregendes Abenteuer und lässt die langen Wintermonate kurzweilig werden. Das Offroad-Radfahren ermöglicht mir auch bei Schnee und nassen Pfaden meinem Hobby nachgehen zu können. Und jetzt habe ich auch wirklich keinen Grund mehr auf dem Sofa zu überwintern.

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