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Stadtrad

Zur Arbeit mit dem Rad – Eine Liebeserklärung

Mit dem Rad zur Arbeit fahren macht Spaß, spart Geld und macht dich knackig.

Wie schön ein Morgen sein kann, wenn man mit Rad zur Arbeit fährt. Vom Wind durchgepustet, mit einem frischen Gefühl auf der Haut, erreicht man gut gelaunt sein Büro. Der Tag kann kommen.

Ja, ich oute mich gerne. Ich gehöre zu denjenigen, die bei Wind und (fast jedem) Wetter mit dem Rad zur Arbeit fahren. Auch wenn es mir an manchen Morgen schwer fällt, vor allem jetzt in der dunkleren Jahreszeit, früher oder später stellt sich der Moment ein, in dem es sich bewährt, sich auch an diesem Tag für das Rad entschieden zu haben.

Mal scheint die Sonne, der Fluss gitzert im ersten Morgenlicht, Hasen hoppeln über die Wiese, Blumen blühen, oder das Laub verfärbt sich, der Regen spritzt dir ins Gesicht – kein Tag gleicht dem anderen. Und daraus ergeben sich Situationen, Bilder und Geschichten, die dir auf der Arbeit  immer wieder gute Laune bereiten.

Entspannt in den Tag

Ich hetze mich nicht zur Arbeit. Mein Arbeitsweg ist mein Wecker, mein Stressabbau und meine Entspannung. Diejenigen, die meinen, an mir vorbeirasen zu müssen, lasse ich ziehen.

Wenn Wetter und Zeit es erlauben, fahre ich auch mal einen längeren Umweg mit dem Rennrad. Sonst tut es auch ein kurzer Weg auf meinem Trekkingrad. Hauptsache, ich kann den Tag auf meine Art beginnen.

Von der Radamazone zur Bürofrau

Ich brauche nicht lange um mich von der Rennradamazone mit Lycrashorts in eine professionelle Businessfrau mit Kostüm zu verwandeln. Was nicht knittern soll (Hemden, Blusen, Hosen) oder zu umständlich zu transportieren ist (Handtücher, die obligatorischen passenden Schuhe zu den verschiedenen Outfits), karre ich an einem Autotag heran und bunkere sie. Den Rest, den Frau täglich aufs Neue braucht, transportiere ich im Rucksack.

Wer Glück hat, dem bietet der Arbeitgeber Duschen an. Somit steht auch einer längeren Anfahrt nichts im Weg. Ansonsten passe ich das Tempo und die Strecke so an, dass der Fahrtwind mir höchstens eine angenehm frische Farbe ins Gesicht malt. Und das ganz ohne Make-Up.Wenn es mal etwas schneller gehen soll und die Fahrt mir doch etwas Schweiß in die Haare gezaubert hat, benutze ich dieses Trockenshampoo.

Routine ist wichtig

Meine Fahrt zur Arbeit beginnt eigentlich schon am Abend vorher mit dem Wetterbericht: Regenschlacht oder traumhafter Tagesstart? Daraus erschließt sich der Rest: Trekkingrad mit dicken Reifen, Regenpelle und der kürzeste Weg vs. Renner, Rennradmontur und einen netten Umweg mit Sonnenaufgang.

Dann geht es geht am Morgen ruck-zuck: raus aus dem Bett, in die Klamotten, frühstücken und rauf aufs Rad, bevor der innere Schweinehund auch nur einen Mucks von sich geben kann.

Auf dem Weg zur Arbeit: Alles dabei.
Image: Rob Baxter via Flickr

Fitness und Finanzen – ein angenehmer Nebeneffekt

Ob mit dem Holland- oder dem Trekkingrad, Mountainbike oder Renner, ob Lang- oder Kurzstrecke, ob täglich oder nur an manchen Tagen: deine Gesundheit und Fitness werden es dir danken.

Anstatt gestresst im Stau zu stehen, rollst du an den Blechlawinen und den vollen Bussen vorbei und kommst entspannt bei der Arbeit an. Du sitzt nicht in den stickigen Öffentlichen, sondern lässt dir den frischen Wind um die Nase wehen und die Sonne ins Gesicht scheinen.

Nach der Arbeit fährst du dir den Kopf frei und musst dich nicht mehr dazu zwingen ins Fitnessstudio zu fahren, denn du hast ja schon deinen „Soll” für den Tag erfüllt. Vor allem, wenn du die Feierabendrunde hin und wieder noch etwas verlängerst.

Ein weiterer Pluspunkt: Ein Rad muss nicht vollgetankt werden. Somit hast du mehr Kleingeld für die wichtigen Anschaffungen um deine Fahrt zur Arbeit noch sicherer oder angenehmer zu gestalten. Denn ab und an muss auch das Arbeitsrad auf – und nachgerüstet werden: ein noch helleres Licht, eine neue Regenjacke, vielleicht noch bessere Satteltaschen. 

Erst kürzlichst entschied ich, dass ich eine neue gelbe Windweste brauchte, jetzt wo ich morgens in der Dunkelheit losfahre. Und gelbe Überschuhe landeten auch im WarenkorbAuch wenn ich gelb sonst gar nicht mag, im Herbst und Winter geht es mir darum, gesehen zu werden. Ich stehe dazu wie ein Christbaum durch die Gegend zu fahren, in gelben Hand – und Überschuhen, mit einer blinkenden Lampe, die noch zusätzlich an meinem knallgelben Rucksack baumelt, und Speichenreflektoren.

 Im Querschnitt der Gesellschaft

Freiheit spüren und den Stress hinter sich lassen.
Image: danielfoster437 via Flickr

Auf dem Weg zur Arbeit begegnen mir immer wieder die gleichen Leute: Frauen, Männer, ältere und junge. Schüler, Manager, Ärzte, Angestellte; Trekkingräder, Hollandräder, Mountainbikes, Fixies, Rennräder; Satteltaschen, Fahrradkörbe, Rucksäcke, Schultertaschen. Alles ist vertreten. Was uns verbindet und zu einem Mikrokosmos der Arbeitswelt zusammenschweißt, ist unsere Freude am Radfahren. Wir trotzen jedem Wetter, um uns nicht unsere Vorzüge des Radfahrens nehmen zu lassen.

Wenn im Winter die Glatteis-Zeit kommt, bleibt mein Rad in der Garage. Dann sitze ich im Büro und denke an die schönen unvergesslichen Momente meines Arbeitsweges, die ich mir mit dem Rad erschlossen habe. Und ich freue mich auf das Tauwetter, denn das bedeutet, dass ich wieder mit dem Rad zur Arbeit kann!

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